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Werde zum Kapitalisten!

Gestern war „Tag der Arbeit“. Kapitalisten

An einem Sonntag.

Der Teufel ist ein Eichhörnchen.

Der Ursprung des Feiertages geht bekanntlich zurück auf die US-amerikanische Arbeiterbewegung. Vor rund 150 Jahren riefen erstmals Handel- und Arbeitergewerkschaften zu einem mehrtägigen Generalstreik auf. Hauptgründe waren miserable Arbeitsbedingungen und die schlechte Bezahlung der Industriearbeiter.

Aber wofür steht der Tag der Arbeit heute? Als Anerkennung für alle, die ein produktives Mitglied der Gesellschaft sind?

Erinnert mich ein bisschen an das Corona-Klatschen für Pflegekräfte.

Ich denke, dass Arbeiter (und auch Angestellte) mehr verdient haben.

Linving from Paycheck to Paycheck

Die Mehrheit der Menschen verdient ihren Lebensunterhalt, indem sie durch einen Job Zeit gegen Geld eintauscht. Mit den Faktoren Wissen, Beziehungen, besonderen Fähigkeiten oder schlichtweg guter Klugscheißerei, kann der Output (Geld) gesteigert werden.

Obwohl Zusatzfähigkeiten immer wichtiger werden und die Vergütung maximieren können, sind die die Potentiale letztendlich immer begrenzt.

Selbst Ärzte, Anwälte oder Manager sind im Kern Arbeiter. Denn sobald sie aufhören zu „arbeiten“, versiegt ihr Einkommensstrom. Dummerweise laufen die Lebenshaltungskosten aber gleichzeitig weiter. Und viele haben nicht genug Kapital angesammelt, um dieses Defizit längerfristig auszugleichen.

Es folgt das amerikanische Syndrom „Living from Paycheck to Paycheck“. Keine wünschenswerte Situation. Denn nur das geringste Problem, kann einen aus der Bahn und in den finanziellen Ruin treiben. Und davor sind auch hohe Einkommen nicht gefeilt. Stichwort „Lifestyle Creep“.

Kapitalisten

Wir neigen dazu, mehr Geld auszugeben, sobald wir mehr verdienen. Raffinierter Werbung und dem menschlichen Neid sei Dank. Unseren Erfolg wollen die meisten von uns mit Luxus (ein großes Haus, Auto, etc.) zeigen.

„Zu viele Leute geben Geld aus, das sie verdient haben … um Dinge zu kaufen, die sie nicht wollen … um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen.“
Will Rogers

Durch diesen Teufelskreis drängen sich die meisten Menschen selbst in die Rolle eines Arbeiters.

Rollenwechsel zum Kapitalisten

Wenn ich mir einen Kapitalisten vorstelle, denke ich an einen reichen Typen mit langem Nerzmantel und Monokel. Oder Dagobert Duck.

Aber in Wirklichkeit kann jeder Kapitalist sein.

Ein Kapitalist ist jemand, der sein Geld für sich arbeiten lässt. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Dabei ist der Aufbau eines positiven Cashflows der Schlüssel zur Generierung von Kapital.

„Es kommt nicht darauf an, wie viel Geld Sie verdienen, sondern wie viel Geld Sie behalten, wie hart es für Sie arbeitet und wie viele Generationen Sie es behalten.“
Robert Kiyosaki

Zudem liefert der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit viele positive Nebenwirkungen. Eine der wichtigsten ist der Zwang, Ausgaben zu analysieren. Und diese dann zielgerichtet zu senken.

Viele Menschen assoziieren das Wort „Budget“ negativ mit persönlichen Einschränkungen. Und dadurch mit einem Verlust an Freiheit.

Ironischerweise ist genau das Gegenteil der Fall. Mit der konsequenten Nutzung von Budgets, lässt sich die (finanzielle) Freiheit viel schneller erreichen. Sie ist der Mittel zum Zweck. Und somit auch ein positives Instrument.

„Sagen Sie mir nicht, was Ihnen wichtig ist, zeigen Sie mir Ihr Budget, und ich sage Ihnen, was Ihnen wichtig ist.“
Joe Biden

Wer sich nicht die Zeit nimmt, um seine persönlichen Cashflows zu analysieren, wird die Rolle des Arbeiters niemals ablegen können. Die Folge ist die Einschränkung der persönlichen Freiheit.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt besteht darin zu lernen, sich schnell an einen Lebensstil mit geringeren Ausgaben zu gewöhnen. Somit braucht es auch deutlich weniger Kapital, um diesen aufrechtzuerhalten.

„Finanzieller Frieden ist nicht der Erwerb von Sachen. Es bedeutet zu lernen, von weniger zu leben, als man verdient, damit man Geld zurückgeben kann und Geld zum Investieren hat. Du kannst nicht gewinnen, bis du das tust.“
Dave Ramsey

Fazit

Auch, wenn es Linke nicht hören wollen: Der Schlüssel zur finanziellen Unabhängigkeit besteht darin, Geld für sich arbeiten zu lassen, damit du es nicht tun musst. Das macht dich – ob du willst oder nicht – zu einem Kapitalisten.

Das Erstellen eines Budgets ist ein starkes Werkzeug, um einen positiven Cashflow zu maximieren. Der Trick liegt nicht im „Immer mehr“ oder im Ausbeuten von Anderen, sondern in der Senkung deiner Ausgaben und deiner Ansprüche. Also Finger weg vom Nobel Hobel.

Werde zum (positiven) Kapitalisten!

„Ruhm und Reichtum ohne Verstand sind ein unsicherer Besitz.“
Demokrit

 

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